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ND-Filter-Kaufberatung

Hallo zusammen,
langsam möchte ich mich an die Fotografie mit ND-Filter wagen. Die erste Frage, die sich mir stellt ist, ob ich ein Set mit rechteckigen Folien oder runde Filter zum Anschrauben kaufen soll.
Könnt Ihr mich beraten, auf was ich bei der Auswahl achten sollte? Könnt Ihr mir sogar eine Empfehlung abgeben?
Danke und Grüsse
Dimitrios

Antworten

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von TTL
​Hallo Dimitrios,​wirklich Graufilter oder meinst du Grauverlaufsfilter?Bei reinen Graufiltern würde ich aus reinen Qualitätsgründen immer zum Aufschraubfilter aus Glas raten. ​Gruß​Thomas
Hallo Thomas,
danke schon mal für deine erste Einschätzung. Ich bin mir nicht sicher, gehe aber davon aus, dass ich je nach Situation beides benötigen werde, je nachdem, ob ich den Lichteinlass für das ganze Bild oder nur für einen Teil reduzieren möchte. Ich sehe bei mir zwei Use-Cases: Verlängerung der Verschlusszeit, um weichere Verläufe zu erzeugen (Wasser, Wolken) oder um Plätze von Leuten zu "säubern" und Anpassung des Belichtung bei Teilen des Bildes (primär Himmel).
brauche ich beides, also Graufilter und Grauverlaufsfilter?
Grüsse Dimitrios
von Gelöschter Benutzer
Ja Dimitrios, dann brauchst Du beides. Bei den ND-Filtern rate ich Dir nur von den sogenannten "Vario"- Filtern ab. Sie sind einfach zu billig, um gut zu sein- und oft sieht man es auch. Doch auch Grauverlaufsfilter sind im "Härteverlauf" verschieden. Hier ist es gut, mit dem (viereckigen, verschiebbaren) Cokin-System erste Erfahrungen zu sammeln. Kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen! Preiswert und gut. VG Ralph
von TTL
Ich sehr bei dir nur die Notwendigkeit eines Graufilters. Aufpassen bei der Bezeichnung, die bei den Herstellern unterschiedlich ausfallen kann.

Verlauffilter sind im digitalen Zeitalter (fast) überflüssig, besonders wenn du mit RAW arbeitest. Egal, ob du eine Bearbeitungsprogram mit eingebautem Verlauffilter oder Ebenentechnik nutzt, bei beiden hast du die Möglichkeit unterschiedlichster Stärke, Farbe und kannst den Verlauf selber bestimmen. Dazu ist der Qualitätsverlust gleich null. Ich habe alle meine Verlauffilter verkauft, als ich das rausbekommen habe.

Bei einem Filter hast du immer nur eine Stärke und der Verlauf ist abhängig von Blende und Brennweite. Außerdem hast du durch die zusätzliche Luft/Glas (Kunstoff) -Einheit einen Qualitätsverlust.

Mach's digital. Besser, genauer und du sparst an Kosten und Gewicht :-)

Ich lade gleich mal ein, zwei Bilder hoch, wo ich dir die Wirkung präsentieren kann.

EDIT: Bilderlinks

Hier mal ein Beispiel, wo der Verlauf sehr, sehr knapp ist. Mit einem Filter wohl kaum möglich, mit EBV Pillipalle.

https://www.fotoforum.de/community/foto/211243-steg-zingst?typ=neu&last_...

Und hier ein Bild, wo ein Verlauf nicht ausreichte, sondern mit mehreren Verläufen gearbeitet wurde. Mit einem Filter unmöglich:

https://www.fotoforum.de/community/foto/211245-lohme-am-abend?typ=neu&la...

Gruß

Thomas
Hallo Ralph, hallo Thomas,
danke für eure Beratung und danke Thomas für das Hochladen der Bilder. Sind genau so Bilder, die ich mir auch vorstelle. Als Software nutze ich LR und PS, wobei ich PS erst seit Kurzem als Teil der CreativeCloud von Adobe installiert habe, die Bearbeitung sollte also nicht an der Software scheitern.

Gehe mir das Ganze mal live anschauen und entscheide mich dann für das System, das meinem Budget entspricht und mir vom Handling zusagt.

Nachmals vielen Dank für eure Rückmeldung zu meiner Frage.
Grüsse Dimitrios
Hallo,

der Vorteil von runden Aufschraubfiltern ist, dass du ihn halt auf das Objektiv draufschraubst und gut. Der Nachteil ist, dass du für jedes Objektiv bzw. jede Filtergewindegröße wieder einen Filter kaufen mußt, oder halt mit Adapterringen arbeiten mußt, die dann aber wiederum gelegentlich Abschattungen machen, weil der Filter dann zu weit vorsteht.
Bei Verlaufsfiltern ist ein weiterer, nicht zu unterschätzender Nachteil der, dass du den Horizont nicht verschieben kannst. Das heißt, der Verlauf ist in der MItte des Bildes und da bleibt er auch, egal wie du das Bild gestalten möchtest.
ich würde daher immer zu rechteckigen Filtern mit Filterhalter raten. Da kannst du (ebenfalls mit Adapterringen) einen Filter für alle deine Objektive nutzen (also abgesehen von großen Festbrennweiten, die dann einen Einschubfilter haben oder ähnlichen Sondermodellen).
Du kannst bei Verlaufsfiltern die Verlaufslinie in der Höhe der Bildgestaltung anpassen usw.
Es gibt inzwischen eine Firma, die auch diese rechteckigen Filter aus Glas anbietet und ohne große Farbstiche arbeiten.
Wenn du also einen Goldesel hast, kannst du bei Lensinghouse gucken.
Wenn ich mal irgendwann etwas mehr Landschaftsfotografie mache, dann kommt für mich nur Lensinghouse in Frage. Die haben sogar einen Reverse-Filter (der im Horizont abgedunkelt ist und nach oben und unten heller wird  ... für Sonnenuntergänge) und es gibt einen Polfilter, den es sonst für diese Einschubfilter soweit ich weiß von keiner Firma gibt.

VG Simone
Hallo Dimitrios,
wenn Geld keine Rolle spielt, kannst du ja auch mal bei Singh Ray vorbeischauen. Die stellen so ziemlich mit die besten Filter her, die man für Geld kaufen kann.

VG Dirk

p.s. Nur im sitzen anschauen :-)
Hallo Simone, hallo Dirk,
dann warte ich mal Weihnachten ab und spare mal in der Zwischenzeit. Ich will verhindern, dass ich das Geld für die falschen Filter oder die falsche Qualität verschwende. 

Viele Grüsse
Dimitrios
von TTL
Zitat diamond dann warte ich mal Weihnachten ab und spare mal in der Zwischenzeit. Ich will verhindern, dass ich das Geld für die falschen Filter oder die falsche Qualität verschwende. 

Du hast Lightroom. Lade ein RAW-Bild hoch, wende den Verlauffilter an. Probiere mit unterschiedlichen Verläufen, unterschiedlichen Belichtungen und unterschiedlichen Farben. Wenn du dann immer noch meinst, dass du einen echten Verlauffilter brauchst, dann nur zu.​Allerdings gibt es auch einfachere Möglichkeiten sein Geld zu verbrennen ;-)

​Gruß​

Thomas
Es ist einfach Murks, zu behaupten, man könne inzwischen auf Verlaufsfilter oder Graufilter verzichten. Es liegt halt immer dran, was man machen möchte.
Wenn ich am Tag oder auch nur zur Blauen Stunde eine längere Belichtungszeit haben möchte, um das Ziehen der Wolken festzuhalten, oder Wasserbewegungen weichzuzeichnen, dann wird das ohne Filter einfach nicht gelingen, da man selbst mit ISO 50 die Belichtungszeit nicht lang genug bekommen wird, ohne dass große Teile komplett ausbrennen werden. Und da hilft dann auch kein PS-Filter.
Wenn man ein Bild gemacht hat, nichts ausgebrannt ist, aber die Wolkenbewegungen nicht zu sehen sind, kriegt man das auch nicht nachträglich mit einem PS-Filter hin.
Auch Landschaftsaufnahmen ohne Langzeitbelichtung werden bei dem Kontrastumfang von strahlend blauem Himmel zu Vordergrund kaum gelingen. Dann heißt es per PS entweder die obere Hälfte des Bildes anschließend künstlich abdunkeln, was immer auch Farbbrillanz einbüßt. Oder aber man hellt den dunklen Vordergrund ordentlich auf, was noch schlimmer in der Auswirkung ist, da die dunklen Bildbereiche einfach  nicht genug Information bieten und nur Helligkeitsrauschen per PS hinzugefügt wird, um es aufzuhellen.

Zu behaupten, Filter seien heute überflüssig, liegt einfach grundsätzlich falsch, oder weiß nicht so ganz genau, welche Möglichkeiten ein Filter "vor Ort" an Chancen bietet.

VG Simone

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