Beta Version

Andere

Thofo
„Denkmal für die ermordeten Juden Europas“


Einige wenige Bäume haben sich am Rande des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin eingewurzelt. Mit seinen kahlen Ästen scheint dieser Baum das Stelenfeld umklammern zu wollen. Ein verzweifeltes Stück lebendiger Natur inmitten der Erinnerungssteine.
Kategorie: Urban
Rubrik: Andere
Hochgeladen: 08.12.2025
Kommentare: Favoriten6
Favoriten: Favoriten0
Klicks: Favoriten271
Abonnenten: Favoriten3
Kamera: LEICA Q2
Objektiv: SUMMILUX 1:1.7/28 ASPH.
Blende: f/2
Brennweite: 28 mm
Belichtung: 1/6400 sec
ISO: 100
Keywords: Baum


Um einen Kommentar zum Bild zu verfassen, musst Du Dich zuerst anmelden oder neu registrieren!

Kommentare zum Bild

oestrich74
11.12.2025

Wichtiges Bild und eine gute Fotografie. Da wirkt nur SW und die selektive Unschärfe.
Ich gratuliere zum Bild des Tages und bedanke mich bei der Redaktion für die Auswahl dieses aussagekräftigen Werkes.
Beste Grüße Michael

peterhametter
12.12.2025

Die mächtige Präsenz eines kahlen Baumes,
noch dazu in einer markanten Silhouette
dargestellt, ist für das eigentliche Thema des Bildes
"ermordete Juden Europas",
eine verheerende Metapher.
Kahle Bäume im Gegenlicht und SW, senden eine
Art von Hoffnungslosigkeit und Ende aus.
Vielleicht hätte man mit dem Foto solange warten
sollen, bis der Baum in voller Blüte steht.Das wäre
vielleicht ein anderes Signal gewesen,
Das alles, sind meine persönlichen Überlegungen und Gedanken zu diesem Foto, das,keine Frage,schon vom
Thema her herausfordert, Stellung zu beziehn.
Der Faschismus, steht in Deutschland und
Österreich schon "Ante Portas".Es sollten viel mehr
Bilder dieser Art produziert werden,um mehr
Bewußtsein und Diskussion über das zu haben, was
auf uns zukommt und das sich in Teilen unserer noch
liberalen Gesellschaften bereits festgekrallt hat.
LG Peter

JPS
18.12.2025

Glückwunsch zum Bild des Tages.

Ich verstehe die Intention, wenn Peter schreibt, man hätte doch warten können, bis der Baum in voller Blüte steht.
Aber angesichts des Themas, ist gerade auch der kahle Baum stilistisch durchaus passend.
Beide Varianten oder Sichtweisen haben ihre Berechtigung.
Einmal der hoffnungsvolle Blick nach vorn, aber auch der fassungslose Blick zurück, sind angebracht sowie vertretbar...und stünden nicht mal im Widerspruch zueinander.
Mir gefällt das Bild und seine Aussage.
Ich sehe nicht die Hoffnungslosigkeit im heute, aber sehr wohl die Hoffnungslosigkeit der Zeitzeugen in ihren Zeit, an die das Mahnmal ja erinnern möchte.

LG Jens

Thofo
18.12.2025

Danke an @peterhametter und @oestrich74 für die Kommentare und Diskussionsbeiträge. Sie sind alle richtig. Ich stimme auch zu, es darf ruhig mehr Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen wie dem Erstarken des Rechtsextremismus geben. Die Versuchung bei uns Amateurfotografen, das "Schöne" zu suchen und noch ein Sahnehäubchen drauf zu setzen, ist schon stark ausgeprägt - ich nehme mich da nicht aus. Das Bild mit dem Baum ist quasi im Vorbeilaufen entstanden: Ein dunkler Vormittag, die Sonne im richtigen Winkel, die Personen am richtigen Platz. Nichts ist geplant. Ich stimme zu: im Frühjahr wäre auch noch ein gutes Bild möglich. Aber ein völlig anderes. Ich komme ja öfter mal nach Berlin ... Ich wünsche allen gutes Licht und schöne Feiertage.

Elisabeth Sandhage
19.12.2025

Mit der s/w Umsetzung in ganz harten Kontrasten hast Du schon einen Teil der Interpretation vorweg genommen; passend dazu erscheinen mir die beiden Gebäude am linken wie am rechten Rand wie ausgezehrte Gerippe, die den emotionalen Gehalt des Bildes einmal mehr betonen;
auch wenn wir alle keine Zeitzeugen mehr sind sollte jeder Deutsche, jeder Mensch besonders wachsam gegenüber faschistischen Tendenzen sein, die sich leider wieder gesellschaftsfähig verkleidet zeigen.
Insofern schließe ich mich Peter und Jens gern an.
LG Lisa

Thofo
19.12.2025

Danke, Lisa, ich freue mich über die Anerkennung.