Andere
„In transit“
Ich entziehe mich mit diesem Bild einer Serie, die beginnt ihr Eigenleben zu entwickeln, bewusst der klassischen Funktion der Fotografie. Oder der Erwartung an Fotografie.
Ich will nicht festhalten, nicht klären, nicht beweisen. Stattdessen löse ich auf, verschiebe, lasse Dinge durchrutschen – so, wie sie sich für mich anfühlen, wenn ich mich durch den öffentlichen Nahverkehr bewege.
Der ÖPNV ist eigentlich ein durchorganisiertes System: Linien, Zeiten, Anzeigen, Ziele. Alles soll Orientierung geben. Aber genau diese Orientierung kippt für mich. Schrift wird zu Licht, Information zu Bewegung, Menschen zu Spuren. Ich sehe nicht mehr den Ort, sondern den Zustand, in dem ich mich darin befinde.
Ich fotografiere nicht, um zu zeigen, wo ich bin. Ich fotografiere, um zu zeigen, wie es sich anfühlt, dort zu sein.
Dabei verschwinden Namen, Richtungen und klare Formen. Was bleibt, ist etwas Ungefähres, etwas Flüchtiges – ein Moment zwischen Ankommen und Weiterfahren, zwischen Wahrnehmen und Verlieren. Die Bilder sind für mich keine Abbilder, sondern Reste von Erfahrung.
Vielleicht ist das näher an der Realität, als ein scharfes Bild es je sein könnte.
Ich will nicht festhalten, nicht klären, nicht beweisen. Stattdessen löse ich auf, verschiebe, lasse Dinge durchrutschen – so, wie sie sich für mich anfühlen, wenn ich mich durch den öffentlichen Nahverkehr bewege.
Der ÖPNV ist eigentlich ein durchorganisiertes System: Linien, Zeiten, Anzeigen, Ziele. Alles soll Orientierung geben. Aber genau diese Orientierung kippt für mich. Schrift wird zu Licht, Information zu Bewegung, Menschen zu Spuren. Ich sehe nicht mehr den Ort, sondern den Zustand, in dem ich mich darin befinde.
Ich fotografiere nicht, um zu zeigen, wo ich bin. Ich fotografiere, um zu zeigen, wie es sich anfühlt, dort zu sein.
Dabei verschwinden Namen, Richtungen und klare Formen. Was bleibt, ist etwas Ungefähres, etwas Flüchtiges – ein Moment zwischen Ankommen und Weiterfahren, zwischen Wahrnehmen und Verlieren. Die Bilder sind für mich keine Abbilder, sondern Reste von Erfahrung.
Vielleicht ist das näher an der Realität, als ein scharfes Bild es je sein könnte.
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Kommentare zum Bild
oestrich74
20.03.2026Eine Fotografie mit bleibendem Eindruck. Emotional und gut komponiert.
BG Michael
E.S.
20.03.2026Ich finde deine Serie "In transit" sehr interessant und ansprechend.
Dieses Bild gefällt mir am besten.
VG Eva
dhinz
03.04.2026Herzlich willkommen im ff. Ich habe mir die Bilder und Deine Gedanken dazu lange angesehen. Da habe ich doch glatt mal wieder eine Stecknadel im Heuhaufen gefunden. Soll heißen, in all dem Gewusel von von Blümchen und Vögelchen, ein etwas anderer Blick auf die Dinge die uns im Alltag begegnen. Die Serie -in Transit - gefällt mir besonders gut, ohne die Anderen abzuwerten.
VG Detlef