Hallo holger,
das ist für mich eine ganz starke Aufnahme: Die formale Strenge, gegen die die blassen Farben ankämpfen, es aber einfach nicht schaffen – der Tag und das Licht sind einfach zu trübe. Am liebsten möchte man dieses kleine Haus aus der beklemmenden Situation befreien. Im Zentrum das dominierende melancholische Blau, links ein roter Farbtupfer im Fenster, rechts ein gelber auf der Mülltonne – ein versteckter Farbdreiklang in Moll. Und im Vordergrund trägt die gepflasterte Straße die ganze drückende Schwere der Szene. Auf dieser Waagerechten scheint die Zeit vorbeizuziehen. Da sage noch jemand, Architekturfotos seien vor allem sachlich, aber nicht emotional. Dieses Bild beweist das Gegenteil.
Herzliche Grüße, Martin
Lieber Martin,
wenn dieses Foto für Dich persönlich eine
"starke Aufnahme" ist,so muß man das zur Kenntnis
nehmen,das bedeutet jedoch nicht,das es objektiv
eine "starke Aufnahme" ist,was immer das auch sein
soll.Interessant ist für mich, die penible,mit langem Atem
durchgezogene Beschreibung der Fakten, (die eigentlich
sowieso jeder und jede sieht,außer man hat gerade
keine Brille auf),gepaart, mit Deinen persönlichen
emotionalen Empfindungen wie: die "schwere der Scene".
"melancholisches blau", ein "farbdreiklang in blau",
"Befreiung aus einer beklemmenden Situation",das alles
bedeutet,das ich und alle anderen objektiven Betrachter,
um zu einer persönlichen Einschätzung zu kommen,und
die ist mir natürlich sehr wichtig (ich hoffe den anderen
Betrachtern ebenso),Deine,(jetzt bitte nicht bös`sein)
von mir als etwas langatmig empfundene "Preview",
irgendwie umgehen muß.Denn, so eine durchgestylte,
sorgfältig komponierte Preview,noch dazu vom Chef
persönlich,könnte,wage ich schon mal vorsichtig zu
behaupten,einen Einfluß, auf die in punkto Fotografie
einschätzung etwas schwächeren Gemüter haben.Ich glaube
jeder,der sich ein bißchen intensiv mit Fotografie
beschäftigt,wird mit der EInschätzung des Bildes keine
Probleme haben.Für mich, (jetzt bin ich dran),hat dieses
Bild schon auch eine Komponente die über das
"ich sehe was ich sehe" und dahinter ist nichts, hinaus
reicht,z,B. eine soziale.Die bei Dir gar nicht vorkommt.
In summa summarum ein Bildchen,von denen es
tausende hier gibt ,nett, gut gemacht,
aber auch nicht mehr,
aber auch nicht weniger.
LG Peter
Kommentare zum Bild
Martin Breutmann
23.03.2026Hallo holger,
das ist für mich eine ganz starke Aufnahme: Die formale Strenge, gegen die die blassen Farben ankämpfen, es aber einfach nicht schaffen – der Tag und das Licht sind einfach zu trübe. Am liebsten möchte man dieses kleine Haus aus der beklemmenden Situation befreien. Im Zentrum das dominierende melancholische Blau, links ein roter Farbtupfer im Fenster, rechts ein gelber auf der Mülltonne – ein versteckter Farbdreiklang in Moll. Und im Vordergrund trägt die gepflasterte Straße die ganze drückende Schwere der Szene. Auf dieser Waagerechten scheint die Zeit vorbeizuziehen. Da sage noch jemand, Architekturfotos seien vor allem sachlich, aber nicht emotional. Dieses Bild beweist das Gegenteil.
Herzliche Grüße, Martin
peterhametter
23.03.2026Lieber Martin,
wenn dieses Foto für Dich persönlich eine
"starke Aufnahme" ist,so muß man das zur Kenntnis
nehmen,das bedeutet jedoch nicht,das es objektiv
eine "starke Aufnahme" ist,was immer das auch sein
soll.Interessant ist für mich, die penible,mit langem Atem
durchgezogene Beschreibung der Fakten, (die eigentlich
sowieso jeder und jede sieht,außer man hat gerade
keine Brille auf),gepaart, mit Deinen persönlichen
emotionalen Empfindungen wie: die "schwere der Scene".
"melancholisches blau", ein "farbdreiklang in blau",
"Befreiung aus einer beklemmenden Situation",das alles
bedeutet,das ich und alle anderen objektiven Betrachter,
um zu einer persönlichen Einschätzung zu kommen,und
die ist mir natürlich sehr wichtig (ich hoffe den anderen
Betrachtern ebenso),Deine,(jetzt bitte nicht bös`sein)
von mir als etwas langatmig empfundene "Preview",
irgendwie umgehen muß.Denn, so eine durchgestylte,
sorgfältig komponierte Preview,noch dazu vom Chef
persönlich,könnte,wage ich schon mal vorsichtig zu
behaupten,einen Einfluß, auf die in punkto Fotografie
einschätzung etwas schwächeren Gemüter haben.Ich glaube
jeder,der sich ein bißchen intensiv mit Fotografie
beschäftigt,wird mit der EInschätzung des Bildes keine
Probleme haben.Für mich, (jetzt bin ich dran),hat dieses
Bild schon auch eine Komponente die über das
"ich sehe was ich sehe" und dahinter ist nichts, hinaus
reicht,z,B. eine soziale.Die bei Dir gar nicht vorkommt.
In summa summarum ein Bildchen,von denen es
tausende hier gibt ,nett, gut gemacht,
aber auch nicht mehr,
aber auch nicht weniger.
LG Peter