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Experimentelle Objektive

Antonia-Gruber
„T.T.C. 2“


Ein weiteres Foto der Serie in der ich mich mit der analogen Deformation beschäftige. 
analaog bearbeiet, digital aufgenommen.
Kategorie: Alternative Fotografie
Rubrik: Experimentelle Objektive
Hochgeladen: 09.06.2015
Kommentare: Favoriten9
Favoriten: Favoriten0
Klicks: Favoriten1710
Abonnenten: Favoriten5
Kamera: 500D
Objektiv: 18-55
Blende: f/2.2
Brennweite: 4.15 mm
Belichtung: 1/15 sec
ISO: 500
Keywords:


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Kommentare zum Bild

Claudia-Evelyn
09.06.2015

Hallo Antonia, diese Deformation macht mir persönlich Angst, schreckt mich geradezu ab und ich hoffe sehr, dass das Mädel nie durch einen Unfall, Krebs o.ä. in eine derartige Situation kommt. Sorry, wenn ich Deine Intension nicht nachvollziehen kann... Claudia

Gelöschter Benutzer
09.06.2015

Hallo Antonia,

auch wenn es ein Experiment ist- es ist in meinen Augen vollkommen hässlich und geschmacklos (gemacht)- sorry!
Was soll ich auch anderes sagen-Du lässt uns ja im unklaren darüber, wie genau Du diese Verfremdungen hinbekommst ?!

VG Ralph

Antonia-Gruber
09.06.2015

Vielen Dank für eure Kritik.
Es handelt sich um ein Konzept, welches ich im Rahmen des Kunststudiums entwickelt habe. Teil des Konzeptes ist es zum einen die genaue Technik nicht preis zu geben, sodass der Betrachter sich automatisch länger mit dem Werk beschäftigt und zum anderen handelt es sich nicht um reale Deformationen von existierenden Menschen.
Es geht um vieles in den Bildern..die gefühlte Deformation, falsche Selbstwahrnehmung, den Druck der Modeindustrie,.. Mich inspiriert die Ästhetik der Ikonen in der Filmindustrie, gleichzeitig beschäftige ich mich grundsätzlich mit der düsteren und abgründigen Seite des Menschen/Lebens. Die Fragilität des Menschen sowohl physisch als auch psychisch sind Einflüsse auf meine Arbeiten.

Kunst ist leider nicht immer schön.
LG, Antonia

Gelöschter Benutzer
09.06.2015

Siehst Du- und hier beginnt es schon! DU hältst DAS für Kunst...;-)))

VG Ralph

Du könntest z.B. auch Obdachlose bzw. anders benachteiligte fotografieren- die haben sicher auch nichts mit dem Druck der Modeindustrie zu tun.

Antonia-Gruber
09.06.2015

Ich habe mit keinem Wort behauptet, das DAS Kunst ist. Es war mehr eine allgemeine Anmerkung, dass Dinge die im Kunstkontext entstehen und/oder schon Kunst sind, leider nicht immer schön sind oder sein können.
; )

Gelöschter Benutzer
09.06.2015

Hallo Antonia,
ja du hast erreicht, dass ich mich mit diesem Bild beschäftige. Kunst darf anecken, muss nicht schön sein und darf, muss manchmal auch die Kehrseite des Menschen zeigen. Ich finde nur deine Aussage zu diesem Bild äußerst fatal und sie macht mich zugleich auch wütend.
Du schreibst von der Ästhetik der Ikonen und setzt dem die düstere und abgründiges Seite des Lebens entgegen und verweist auf die Fragilität des Menschen in physischer und psychischer Hinsicht hin.
Ich habe mich in meinem Arbeitsleben den Menschen mit Behinderung zugewendet und wehre mich gegen den Begriff der Ästhetik, den du durch die Deformation des Gesichtes eine Form geben willst. Es tun sich angeblich düstere Abgründe auf. Bitte nicht nochmal, dass hatten wir in anderer Form schon mal.
Wir sollten doch bitte nicht bei irgenwelchen Deformationen auf Abgründe, psychische Probleme oder gar auf mindere Intelligenz schließen. Die gezeigte Gesichtsdeformation erinnert mich fatalerweise an jemanden, den ich kenne und dem man im zweiten Weltkrieg das halbe Gesicht weggeschossen hat. Die Abgründe und psychische Fragilität suche ich nicht bei ihm, sondern bei denen, die ihn in diesen Krieg hineingeführt haben.
Leider wird häufig auch die Deformation, eine mindere Intelligenz oder auch ein psychisches Problem in der Werteskala weit unten angesehen. Viele Leute schaffen es nicht, in dem was diese Menschen ansonsten mit sich bringen, die eigene Ästhetik und damit verbundene Wertigkeit zu entdecken.
Es mag ja das von dir Gezeigte in einer Ausstellung und einem anderen Kontext durchaus seinen Sinn haben. Nur hier braucht es eine Erklärung und dass muss sich garnicht auf die Technik beziehen, weil die wird fast jeder mit einigen wenigen Handgriffen in PS oder anderswo nachvollziehen können.
LG Rolf

Ina Saez Larriba
09.06.2015

Ich bin über hauptkein Kunstversteher. Das mal vorweg. Und ich finde das Bild auch abstoßend. Aber wenn Kunst oder wie man es nennen will, solche Diskussionen anstößt, dann ist es aus meiner Sicht genau richtig.
Es können wohl nicht alle einer Meinung sein, aber man macht sich Gedanken und diskutiert darüber. Das finde ich gut.
Daraus nehme ich etwas mit.
LG Ina

Dorothea
11.06.2015

Mich spricht dieses Bild sehr an! Und alle, die hier kommentiert haben auch, denn sie alle haben geantwortet.

Vor langer Zeit habe ich einmal folgende Antwort einer Fotografin zu einem Kommentar unter einem ihrer Bilder gelesen:
Zitat:
"Aber...wie es so immer ist: Deine Sichtweise sagt nur etwas über Dich aus. :-) (Ist nicht böse gemeint - ist aber so)."

Diese Sätze kommen mir immer mal wieder in den Sinn, so auch bei diesem Bild. Es sind wohl auch die verschiedenen Lebenserfahrungen, die wir alle haben, die zu unterschiedlichen Interpretationen und Sichtweisen führen.
So wie einige von Euch dieses Bild aus den von ihnen benannten Gründen ablehnen, so stößt dieses Bild bei mir sehr vieles an, das mich immer wieder nachdenklich macht.
Ein Gedanke ist, inwieweit beurteilen wir Menschen nach ihrem Äußeren? Wie wichtig ist das Äußere eines Menschen inzwischen im Verhältnis zur Wichtigkeit seines Inneren geworden? Und wer gibt vor, wie das Äußere auszusehen hat? Was führt dazu, dass junge Menschen nackt vor ihrem Spiegel stehen und nicht mehr sehen, ob sie dick oder dünn sind?

Dieses ist nur ein Gedankenstrang, den dieses Bild bei mir angeregt hat und ich habe ihn auch nur kurz angerissen.

Ich finde es schwierig, in einer Community wie dieser, ausführlichere (Bild)-Diskussionen zu führen - freue mich aber immer wieder über Bilder, die auch mal "anecken", oder "anders" sind und eben auch kontroverse Meinungen und Sichtweisen offenlegen.

Antonia hat mich mit ihren Bildern jedenfalls auf Anhieb angesprochen. Um etwas mehr über sie und ihre Arbeiten zu erfahren, habe ich mich auf ihrem angegeben Link umgeschaut.

LG Dorothea

phillicht
29.03.2016

Die Herangehensweise an das Menschenbild ist spannend und gerechtfertigt.

Ciao Philipp