Asien
„Tibet 1987: Überlandfahrt mit dem Bus (6) - Kloster Sakya“
Auf dem Weg nach Westen passieren wir den Ort Sakya, dessen Mittelpunkt das im 13. Jahrhundert im Stil einer mongolischen Festungsanlage errichtete Kloster bildet. Zu dem Zeitpunkt war das Kloster mit seiner dort beheimateten Sakya-Schule das politische Zentrum Tibets.
Der Ort machte auf uns einen sehr herunter gekommenen Eindruck. Große Teile wie auch das am gegenüber liegenden Berghang gelegene ehemalige Nordkloster waren zerstört. Dies war jedoch weniger auf Erdbeben zurückzuführen, wie man uns zu erklären versuchte, als vielmehr auf die verheerende Zerstörungswut der chinesischen Machthaber im Zuge der Kulturrevolution nach 1966. Das hier abgebildete Südkloster mit seinen abweisenden, schwarz getünchten Festungsmauern hingegen blieb weitgehend verschont. Es beherbergt eine Vielzahl wertvoller Kunst- und Kulturschätze.
Scan vom Dia.
Der Ort machte auf uns einen sehr herunter gekommenen Eindruck. Große Teile wie auch das am gegenüber liegenden Berghang gelegene ehemalige Nordkloster waren zerstört. Dies war jedoch weniger auf Erdbeben zurückzuführen, wie man uns zu erklären versuchte, als vielmehr auf die verheerende Zerstörungswut der chinesischen Machthaber im Zuge der Kulturrevolution nach 1966. Das hier abgebildete Südkloster mit seinen abweisenden, schwarz getünchten Festungsmauern hingegen blieb weitgehend verschont. Es beherbergt eine Vielzahl wertvoller Kunst- und Kulturschätze.
Scan vom Dia.
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Kommentare zum Bild
Wufgaeng
02.10.2016die Zerstörungen sind auch heute leider noch überall zu sehen, aber man sollte auch die der Engländer und seinen Gunkha-Söldner nicht vergessen, auch die waren grauenhaft, doch heute fast in Vergessenheit geraten (Gyantse Massaker November 1903 bis September 1904 um ein Bespiel zu nennen). Gruß Wolfgang
feever
02.10.2016Vielen Dank für Deinen wertvollen Kommentar, Wolfgang.
Wenn man noch weiter in die Geschichte zurück blickt, dann wird deutlich, daß auch die heute unter dem politischen Druck der Chinesen leidenden Tibeter in der Vergangenheit selbst nicht nur gewaltfrei agierten. Es gab auch Zeiten, in denen Tibet - teils aus eigener Kraft, teils im Verbund mit den Mongolen - weite Teile Asiens dominierten und insbesondere auch Kernbereiche Chinas bedrohten.
Soweit wollte ich in meinen übrigen Bilderläuterungen allerdings nicht gehen, da letztlich die Fotos immer noch im Mittelpunkt der Betrachtung stehen sollten.
LG Fred
Wufgaeng
02.10.2016ich möchte ein Buch empfehlen:
Ekai Kawaguchi, Three Years in Tibet,
von vom Verlag Bibliotheca Himalayica.
Ein Japaner, der sich als Mönch ausgibt und um die vorletzte Jahrhundertwende drei Jahre durch Tibet zieht.
Aber jetzt surfe ich erst mal weiter in Deiner Galerie, Gruß Wolfgang