Hallo Jürgen,
2 herrliche Aufnahme hast du da geschossen. Ich liebe diese kleinen Kobolde. War das in freier Natur oder in Gefangenschaft? Das schmälert nicht meine Freude am Anblick. Mich interessiert's ganz grundsätzlich, weil meine hier im Garten sehr scheu und i.d.R. perfekt getarnt sind. Bestenfalls erwische ich mal einen in der Dämmerung mit viel Geäst drumherum ;-).
lg
Hallo Jürgen,
Herzlichen Dank für deinen Hintergrundbericht bei mir im Profil. Ich antworte trotzdem hier, weil der Anlaß meiner Frage ja vielleicht auch andere noch interessiert ;-). Also meine langjährig ortstreuen Sperlingskäuze hier im Garten habe ich wie gesagt sehr scheu erlebt bislang. Was sich allerdings auf die erwachsenen Vögel bezieht. Zu sehen bekomme ich sie bislang i.a.R. nur in der Dämmerung und werde überhaupt erst aufmerksam, weil sämtliche meiner Piepser im Garten regelmäßig ein ziemlich lang andauerndes Geschrei und Geschimpfe beginnen, wenn einer von ihnen den für sie bedrohlichen Kleinvogel-Jäger gesichtet hat. Nun wunderte ich mich daher schon länger, wieso andere wie du den Sperlingskauz nicht nur in der Dämmerung, sondern i.a.R. eben am hellerlichten Tage vor die Linse bekommen. Und überlegte, ob das vielleicht an einer Gehege-Haltung liegen könnte. Mittlerweile habe ich aber eine sehr informative Seite gefunden, die es mir erklärt hat: Der Sperlingskauz ist seinerseits auch sehr stark gefährdet: "Da der Sperlingskauz sowohl tag- als auch nachtaktiv ist, wird er rund um die Uhr von Beutegreifern bedroht. Am Tage geht die Hauptbedrohung vom Sperber und Habicht und des Nachts vom Waldkauz aus. Seine Abwehrstrategie ist auf Konfliktvermeidung und Flucht ausgelegt. Wird er jedoch durch Klangattrappen gereizt und Konkurrenz vorgetäuscht, reagiert er unverzüglich und bringt sich damit ständig in Gefahr, am Tage vom Sperber und in der Dämmerung vom Waldkauz geschlagen zu werden. Sperber und Waldkauz reagieren sofort auf den Ruf des Sperlingskauzes und überfliegen regelmäßig die Klangattrappe und den Beobachter." http://www.eulen.de/eulen/spk_g.php
Das Rätsel hat sich also für mich gelöst und warum derzeit Grabesruhe im Garten herrscht leider auch: Durch den milden Winter ist der Beutegreifer-Druck in diesem Jahr besonders hoch. Kaum noch Jungvögel oder gar Gesang zu hören ... sniff.
Lieben Dank noch mal und den 5 Küken drücke ich die Daumen ;-)).
Kommentare zum Bild
Diotima
17.06.2016Hallo Jürgen,
2 herrliche Aufnahme hast du da geschossen. Ich liebe diese kleinen Kobolde. War das in freier Natur oder in Gefangenschaft? Das schmälert nicht meine Freude am Anblick. Mich interessiert's ganz grundsätzlich, weil meine hier im Garten sehr scheu und i.d.R. perfekt getarnt sind. Bestenfalls erwische ich mal einen in der Dämmerung mit viel Geäst drumherum ;-).
lg
Daniela Pfister
17.06.2016Top! das Glück muss man erst mal haben!
Daniela Pfister
17.06.2016Top! das Glück muss man erst mal haben!
Peter Windhövel
18.06.2016das sind ja tolle Tarnfarben der jungen Käuze. Gefällt mir.
LG Peter
Diotima
19.06.2016Hallo Jürgen,
Herzlichen Dank für deinen Hintergrundbericht bei mir im Profil. Ich antworte trotzdem hier, weil der Anlaß meiner Frage ja vielleicht auch andere noch interessiert ;-). Also meine langjährig ortstreuen Sperlingskäuze hier im Garten habe ich wie gesagt sehr scheu erlebt bislang. Was sich allerdings auf die erwachsenen Vögel bezieht. Zu sehen bekomme ich sie bislang i.a.R. nur in der Dämmerung und werde überhaupt erst aufmerksam, weil sämtliche meiner Piepser im Garten regelmäßig ein ziemlich lang andauerndes Geschrei und Geschimpfe beginnen, wenn einer von ihnen den für sie bedrohlichen Kleinvogel-Jäger gesichtet hat. Nun wunderte ich mich daher schon länger, wieso andere wie du den Sperlingskauz nicht nur in der Dämmerung, sondern i.a.R. eben am hellerlichten Tage vor die Linse bekommen. Und überlegte, ob das vielleicht an einer Gehege-Haltung liegen könnte. Mittlerweile habe ich aber eine sehr informative Seite gefunden, die es mir erklärt hat: Der Sperlingskauz ist seinerseits auch sehr stark gefährdet: "Da der Sperlingskauz sowohl tag- als auch nachtaktiv ist, wird er rund um die Uhr von Beutegreifern bedroht. Am Tage geht die Hauptbedrohung vom Sperber und Habicht und des Nachts vom Waldkauz aus. Seine Abwehrstrategie ist auf Konfliktvermeidung und Flucht ausgelegt. Wird er jedoch durch Klangattrappen gereizt und Konkurrenz vorgetäuscht, reagiert er unverzüglich und bringt sich damit ständig in Gefahr, am Tage vom Sperber und in der Dämmerung vom Waldkauz geschlagen zu werden. Sperber und Waldkauz reagieren sofort auf den Ruf des Sperlingskauzes und überfliegen regelmäßig die Klangattrappe und den Beobachter."
http://www.eulen.de/eulen/spk_g.php
Das Rätsel hat sich also für mich gelöst und warum derzeit Grabesruhe im Garten herrscht leider auch: Durch den milden Winter ist der Beutegreifer-Druck in diesem Jahr besonders hoch. Kaum noch Jungvögel oder gar Gesang zu hören ... sniff.
Lieben Dank noch mal und den 5 Küken drücke ich die Daumen ;-)).
lg