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Nordamerika

Florian Haid
„Havanna Skyline“


Auf Kuba wollten wir karibische Lebensfreude inhalieren und mit den Menschen lachen, tanzen und feiern. Wir erkannten jedoch rasch, wie naiv und blauäugig unsere Vorstellungen waren. Ein kommunistischer Überwachungsstaat und Lebensfreude passen einfach nicht zusammen. Auch nicht in der Karibik. Trotz Sonne, Strand und Meer hängen Schwermut und Tristesse wie ein hartnäckiges Tiefdruckgebiet über der fidelen Insel. Gefunden haben wir ein bitterarmes und zutiefst gespaltenes Land. Ein kommunistisches Land mit einer kapitalistischen Zweiklassengesellschaft, mit einer eigenen Währung für die Reichen und einer anderen Währung für die Armen. Die Menschen Kubas erkennen, dass die permanenten Parolen von wegen Sozialismus und Gleicheit für alle nicht der Realität entsprechen. Ihnen dämmert, dass die glorreiche "La Revolución" nach über 50 Jahren nur mehr eine leere Hülle ist, die immer wieder als Durchhalteparole und Rechtfertigung für die nach wie vor schlimmen Zustände herhalten muss. Kuba ist ein typisches Beispiel dafür, wie eine anfangs gute Idee durch die Interessen einiger weniger verbockt werden kann. Der Mythos, den Kuba für uns aus der Ferne ausstrahlte, hat nicht überlebt. Faszinierend ist das Land allemal.
Kategorie: Reise
Rubrik: Nordamerika
Hochgeladen: 19.04.2013
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Kamera: E-3
Objektiv:
Blende: f 9
Brennweite: 15 mm
Belichtung: 1/320 sec
ISO: 200
Keywords: Kuba, Reise, Menschen


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Kommentare zum Bild

Leon
24.04.2013

Hallo Florian,

Respekt, für die Bilder und vor allem für
Deine Cuba-Beschreibungen...

Grüßle
Leon